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Losnummer 122 – Tibetischer Buddha aus Bronze, fragmentarisches Ritualbild mit Gebrauchsspuren
Losnummer 122 – Tibetischer Buddha aus Bronze, fragmentarisches Ritualbild mit Gebrauchsspuren
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Schätzwert: 3.000 € – 5.000 €. Diese tibetische Buddha-Statue aus Bronze ist ein Ritualobjekt, dessen Bedeutung sich aus Gebrauch, Zeit und Geschichte und nicht aus ästhetischer Perfektion ergibt. Die in Bronze gegossene und auf einem Lotusthron platzierte Statue weist deutliche Gebrauchsspuren auf. Eine fehlende Hand und ein beschädigter Lotus sind alte Brüche mit abgerundeten, patinierten Kanten, die auf Beschädigungen hinweisen, die nicht erst kürzlich entstanden sind, sondern Teil des natürlichen Alterungsprozesses wurden. Die Oberfläche zeigt eine tiefe, trockene Patina mit mehrschichtiger Oxidation und Mineralablagerungen, was auf lange Einwirkung von Witterungseinflüssen und rituelle Verwendung schließen lässt. Die offene Unterseite offenbart eine raue, sandgegossene Textur ohne Anzeichen moderner Restaurierung oder Eingriffe. Im tibetischen Kontext werden solche Beschädigungen häufig mit Zeiten der Vertreibung, dem Niedergang von Tempeln oder dem Bildersturm in Verbindung gebracht, ohne dass diesem Objekt ein bestimmtes historisches Ereignis zugeordnet werden kann. Diese Spuren machen die Statue zu einem Dokument religiöser Praxis und historischer Umbrüche und rücken sie näher an ein museologisches Studienobjekt als an ein dekoratives Kunstwerk heran. Die Statue stellt somit ein authentisches Fragment des tibetisch-buddhistischen Erbes dar, in dem Gebrauch, Verlust und Überleben sichtbar zusammenkommen.
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