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Große sitzende Buddha-Statue aus Bronze – Thailand, ca. 1500–1650 (Los 161)
Große sitzende Buddha-Statue aus Bronze – Thailand, ca. 1500–1650 (Los 161)
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Geschätzter Wert: 28.000 € – 45.000 €
Diese große, sitzende Buddha-Statue ist aus Bronze gefertigt und misst 72 cm in der Höhe, 48 cm in der Breite und wiegt 14,2 kg. Die Statue zeigt den Buddha in der Bhumisparsha-Mudra, der Geste, mit der die Erde als Zeugin der Erleuchtung angerufen wird. Aufgrund ihres Stils, ihrer Proportionen und ihrer Ausführung lässt sie sich überzeugend der thailändischen Sukhothai-Ayutthaya-Tradition zuordnen, die auf etwa 1500–1650 datiert wird.
Die schlanke Statur, die weiche Modellierung von Brust und Schultern sowie der zurückhaltende, gelassene Gesichtsausdruck deuten auf einen Übergangsstil zwischen der späten Sukhothai- und der frühen Ayutthaya-Zeit hin. Die Statue ruht auf einem sorgfältig gearbeiteten, doppelten Lotussockel mit einem zentralen, textilartigen Feld an der Vorderseite – ein charakteristisches Merkmal thailändischer Tempelstatuen dieser Epoche.
Die Untersuchung der Oberfläche unter UV-Licht ergab in geschützten Bereichen Reste der ursprünglichen Feuervergoldung. Dies bestätigt, dass die Statue ursprünglich (teilweise) vergoldet war, wie es für bedeutende Tempelstatuen üblich ist, und dass das Gold im Laufe der Jahrhunderte durch rituellen Gebrauch weitgehend verschwunden ist.
Die Unterseite ist offen und weist deutliche Spuren traditioneller Wachsausschmelzverfahren auf. Sichtbare Kernstopfen und ein teilweise erhaltener Kernstift bestätigen einen manuellen, vorindustriellen Produktionsprozess. Im Inneren sind Reste einer alten organischen Abdichtung aus harzig-wachsartigem Material sichtbar. Diese Abdichtung diente zum Verschließen von baulichen Öffnungen und ist Teil der ursprünglichen Tempelbauweise. Das Material ist vollständig in die natürliche Oxidschicht integriert und belegt eine lange, kontinuierliche Nutzung in einem tropischen Klima.
Das Innere weist starke, natürliche Oxidationsspuren mit Mineralisierung und Salzablagerungen auf, die mit einer modernen Herstellung oder späteren Restaurierung unvereinbar sind. Ebenfalls im Inneren befinden sich eingeprägte Zahlen, die nicht zur Originalproduktion gehören. Ihre genaue Bedeutung ist unbekannt, doch ihre tiefe Einbettung in die Oxidation lässt vermuten, dass sie vor langer Zeit, während einer späteren Nutzungs- oder Instandhaltungsphase der Statue, angebracht wurden.
Bei dieser Buddha-Statue handelt es sich nicht um ein Dekorationsobjekt, sondern um eine authentische antike Tempelstatue mit deutlichen Spuren von Verehrung, Gebrauch und Geschichte sowie einer monumentalen Präsenz, die ihrer ursprünglichen religiösen Funktion gerecht wird.
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